Die Seele wird auf die Erde geschickt um sich dort in einem Menschen zu verkörpern.
Die anderen Menschen sind aber nur Teil einer grossen Simulation, einer gewaltigen Verschwörung sozusagen. In Wirklichkeit bin ich also ganz alleine hier.
Das Ziel dieser Simulation ist es, das "Wesen des Seins" zu ergründen. Dazu sind kleine Fehler (glitches in the Matrix) eingebaut, damit Gott testen kann, wie der Probant (ich) darauf reagiert.
Die meisten Dinge sind ganz natürlich und normal – aber einige Seiten des Lebens sind völlig absurd, werden aber von den sogenannten NPC's die diese Welt bevölkern als völlig normal hingenommen.
Wenn ich dereinst wieder vor Gottes Thron trete, werde ich zwei dieser Dinge entlarven können: Es sind Alkohol mit Kohlensäure und Kracher.
Alle Menschen scheinen diese Zwei zu lieben, oder schenken ihnen zumindest weiter keine Beachtung. Dieses Verhalten ist offensichtlich absurd. Ich werde also sagen können: "Ich hab's gemerkt!", wie in der Sesamstrasse, wenn es heisst: Welches dieser Dinge passt nicht zu den Andern?
Wer jetzt schon nicht mehr weiss wovon ich spreche, der lese jetzt bitte nicht mehr weiter.
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Ein Weg herauszufinden, ob man selbst nur ein Rädchen im Getriebe der grossen Simulation ist, dazu bestimmt echten Menschen wie mir eine Welt vorzutäuschen damit der grosse Lenker mehr über das Leben erfahren kann, ist nicht schwer:
Man muss sich nur fragen: "trinke ich gerne Sekt?" Mag ich vielleicht dieses saure Zeug, welches mir die Löcher in den Socken zusammenzieht – oder stehe ich eher auf Schaumweine der Marke Zuckersirup? gefällt es mir, wenn ich ständig rülpsen muss, aber nicht kann, weil dabei Schaum in der Speiseröhre wieder hochkommt? Wenn ich nicht mehr in einer geraden Linie zur Toilette gehen bzw. klar denken kann und mich deshalb bei den anderen Partygästen mit unangebrachten Äusserungen blamiere – mich aber an all das später nicht mehr erinnern kann? Oder habe ich Freude daran, den folgenden Vormittag mit Kopfschmerzen im Bett zu verbringen?
Oder man fragt sich: "ist mir an Krachern gelegen?"
Verursacht es mir wohliges Herzklopfen, wenn ich mich auf dem Weg zur U-Bahn in die Zeit der Grabenkämpfe bei Verdun zurückversetzt fühle? Bereitet es mir Vergnügen, Passanten mit Krachern zu verschrecken? Oder ist es eine zynische Freude, die aufkommt wenn bei diesen Aktivitäten gleichsam Geld in Flammen und Schwefelgeruch aufgeht?
Wer jetzt sagt: "Aber Bier ist doch okay?" oder "Aber es gibt doch auch leise Kracher, die in bunten Farben leuchten?" Dem sage ich: "Vielleicht im nächsten Leben, mein Lieber!".